Braucht jeder Schilddrüsenknoten eine Biopsie?
Nein. Ein erheblicher Teil der Schilddrüsenknoten erfordert keine Biopsie und wird lediglich per Ultraschall kontrolliert.
Wonach richtet sich die Biopsie-Entscheidung?
Die Entscheidung für eine Biopsie wird nicht allein anhand der "Größe" getroffen. Folgendes wird gemeinsam beurteilt:
- ◆Solide oder zystische Struktur des Knotens
- ◆Merkmale der Begrenzung
- ◆Vorhandensein von Verkalkungen
- ◆Form und Ausrichtung
- ◆Risikoklassifikation (leitlinienbasierter Ansatz)
Was bedeutet ein kontrollierter Knoten?
Verlaufskontrolle bedeutet, den Knoten in bestimmten Abständen per Ultraschall zu vermessen und zu beobachten, ob sich seine Merkmale verändern. Bei vielen Knoten zeigt sich über Jahre keine relevante Veränderung.
Wann wird eine Biopsie eher erwogen?
- ◆Knoten mit verdächtigen Ultraschallbefunden
- ◆Risikoknoten, die eine bestimmte Größenschwelle überschreiten
- ◆Knoten mit klinisch relevanter, rascher Veränderung
Zusammenfassung
- ◆Nicht jeder Knoten erfordert eine Biopsie
- ◆Die Größe allein reicht nicht aus
- ◆Ultraschallbefunde und Leitlinien werden gemeinsam beurteilt
Diese Beurteilungen beruhen auf einer Ultraschalluntersuchung durch die Fachärztin für Radiologie. In unserer Praxis erfolgt die detaillierte Ultraschallbeurteilung mit einem hochmodernen Ultraschallgerät und SMI-Technologie. Bei Bedarf bieten wir eine Ultraschall-Zweitmeinung an.