Braucht jeder Schilddrüsenknoten eine Biopsie?
Schilddrüsenknoten sind weit verbreitet — doch nicht jeder Knoten erfordert eine Biopsie. Entscheidend sind die Ultraschallmerkmale.
Schilddrüsenknoten sind in der Bevölkerung weit verbreitet, und bei einem großen Teil der Erwachsenen lassen sich im Ultraschall Knoten nachweisen. Doch nicht jeder Knoten erfordert eine Biopsie.
Die Entscheidung für eine Biopsie wird nicht allein anhand der Knotengröße getroffen. Nach aktuellem Verständnis sind die Ultraschallmerkmale ausschlaggebend.
Wichtige Kriterien der Beurteilung
- ◆Innere Struktur des Knotens (solide oder zystisch)
- ◆Regelmäßigkeit der Begrenzung
- ◆Vorhandensein von Mikroverkalkungen
- ◆Formmerkmale
- ◆Gefäßstruktur und Durchblutungsmuster
- ◆Risikoklassifikationen (TIRADS)
Viele Knoten können mit regelmäßigen Ultraschallkontrollen sicher beobachtet werden. Um unnötige Biopsien zu vermeiden, sollte die Beurteilung durch eine erfahrene Radiologin erfolgen.
Diese Beurteilungen beruhen auf einer Ultraschalluntersuchung durch die Fachärztin für Radiologie. Die detaillierte Ultraschallbeurteilung mit einem hochmodernen Ultraschallgerät und SMI-Technologie kann bei Bedarf durch eine Ultraschall-Zweitmeinung ergänzt werden.